Baby Popel

Babynase sauber – wie bekomme ich die Babynase frei und sauber?

Hach ja, der Kinderwunsch hat doch etwas Romantisches an sich. Wir träumen vom Baby im Arm, wir träumen von winzigen Händchen, von herzerweichenden Augen und von supersüßen Ohren. Was wir dabei jedoch komplett verdrängen sind die mit ekligem Schleim verstopften Nasenlöcher, das Nasenbluten und die so viel weniger süßen (dafür umso salzigeren) Popel der Babys!




Neun Monate – nein, eigentlich sind es ja zehn Monate – bereiten wir Eltern uns auf die Babypflege vor. In besonderen Vorbereitungskursen lernen wir, die Puppen – ähm … unsere künftigen Babys – zu waschen, zu trocknen und in die Pampers zu wickeln. Und dann die Realität: Die Schwangerschaft ist vorbei. Der Sommer auch. Also: Hallo, Schnupfen! Hallo, verstopfte Nase! Hallo, Kinderarzt! Rezepte für Nasentropfen, Hustensaft und Fieberwunderelixiere flattern nun ebenso munter und massenhaft ins Haus wie die Eulenpost in Hogwarts. Doch ein Blick auf die Beipackzettel lässt uns stutzen, drucken die Hersteller doch tatsächlich alkoholische Prozentwerte auf die Medizin für Säuglinge. Sehen so die Antworten auf den Schnupfen von Baby und Kleinkind aus? Ist die Geburt der Anfang vom Ende? Gibt es denn keine Hausmittel, mit denen wir die empfindliche Nase unserer Lieblinge auf viel sanftere Weise reinigen? Die beruhigende Antwort auf all diese Fragen lautet „Ja!“. Und mit welcher Pflege ihr Krusten und Popel in der winzigen Baby-Nase zu Leibe rückt, lest ihr im folgenden Beitrag!

Mein Baby hat Schnupfen – was jetzt?

Im Grunde ist die Nase ein wunderbares Riechwerkzeug mit Selbstreinigungsfunktion! Mit der Atemluft versuchen Staub und Schmutz in unseren Körper einzudringen – doch das Nasensekret setzt die unerwünschten Eindringlinge fest und stößt sie wieder aus. So die Theorie! In der Praxis kann schon mal zu viel Nasensekret produziert werden. Es kann verklumpen und antrocknen und schon haben wir den Salat – besser gesagt: den Popel. Mit älteren Kindern haben wir es einfach: Wenn die Nase läuft, halten wir ihnen ein Taschentuch hin und schon beginnt das lustige – und manchmal auch kitzlige – Schnäuzen. Bei Säuglingen ist das Ganze doch etwas komplizierter, darum verraten wir euch im Folgenden das „Do“ und „Don’t“ der Baby-Nasen-Popel-Entfernung!




Wattestäbchen und Co. Verwende nie, niemals Wattestäbchen, Taschentuchspitzen oder sonstige zweifelhafte Hilfsmittel, um den Popel aus der Nase zu fischen, denn damit schiebst du mehr Nasensekret in die Nase hinein, als du herausbekommst.

Nasensauger  Du hast vielleicht in dem ein oder anderen Magazin gelesen, dass Nasensauger für freie Nasen sorgen? Wichtig bei einem Nasensauger ist besonders die richtige Anwendung und eine hochwertige Qualität. Bei einer korrekten Anwendung, meistens findest Du auf der Verpackung des Nasensaugers eine Anleitung, mit der kannst Du die Babynase deines Sprösslings einwandfrei von Popeln und Schleim befreien.

✔ Kochsalzlösung Angetrocknete oder besonders hartnäckige Sekrete machen deinem Säugling das Leben schwer? Dann ganz schnell ab zur Apotheke, denn die hält schon eine für Babys gut verträgliche Kochsalzlösung bereit, die auch dem klebrigsten Popel den Garaus macht!

Muttermilch
Jaha, da guckst du! Was mit Kochsalzlösung funktioniert, das hat sich auch mit einem Tropfen Muttermilch bewährt! Nach dem Stillen einfach etwas Muttermilch auf ein nicht fusselndes Tuch tropfen und damit alle Sekrete, die aus der Nase fließen, abwischen. Auch äußerlich haftende Krusten lassen sich mit Muttermilch gut aufweichen und entfernen.

Luftfeuchtigkeit
Besonders in der kalten Jahreszeit laufen die Heizungen auf Hochtouren. Sie sorgen damit für eine angenehme Raumtemperatur, aber leider auch für eine sehr trockene und reizende Heizungsluft, die unsere Nasenschleimhäute angreift. Und natürlich die unserer Babys. Ein origineller Raumluftbefeuchter – zum Beispiel direkt an der Heizung angebracht – sorgt nicht nur für einen optischen Blickfang, sondern auch für eine Verdunstung des Wassers, welches wiederum eine angenehme Luftfeuchtigkeit bewirkt. Tipp: Alternativ funktioniert diese Methode auch wunderbar mit nasser Wäsche, die ihr in der Wohnung zum Trocknen aufhängt, oder mit einem nassen Handtuch, das ihr ganz einfach über die Heizung legt.

Hilfe, mein Baby isst Popel für sein Leben gern! Zugegeben, keine wirklich angenehme Vorstellung: Der Zeigefinger wandert vollkommen schamlos in das kleine Nasenloch, vollführt ein paar tänzerische Umdrehungen und befördert einen nicht ganz so winzigen Popel hervor. Das Baby gluckst vor Freude. Es betrachtet seine Beute mit kindlicher Neugier und dann – schwupps – verschwindet das Prachtstück im sonst so süßen Babymund.




Liebe Eltern, keine Sorge. Das Verspeisen von Nasensekreten ist in keinster Weise ungesund oder mit Risiken verbunden. Ganz im Gegenteil, es fördert sogar die Immunabwehr des Kindes. Und ganz nebenbei: Wusstet ihr, dass die große Mehrheit aller Erwachsenen heimlich popelt? Warum also nicht auch bei den Kleinsten einfach mal wegschauen und Popel Popel sein lassen!?

In diesem Sinne: Guten Appetit und alles Gute für die Gesundheit eurer Babynasen! Weitere hilfreiche Tipps zur erfolgreichen Nasensekret-Befreiung nehmen wir sehr gerne entgegen – also immer her damit!